Rübig: Zuschläge fürs Telefonieren ins Ausland müssen weg

EU-Parlament macht Druck: "Zug zur Abschaffung der altmodischen Auslandszuschläge kommt ins Rollen"

Brüssel, 4. September 2017 (ÖVP-PD) "Auch die Zuschläge für das Telefonieren von daheim aus in andere EU-Länder müssen weg", forderte der Telekomsprecher der ÖVP im EU-Parlament, Paul Rübig, heute vor der Abstimmung im Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlaments über die Änderung des Europäischen Kodex für elektronische Kommunikation.

"Von Linz nach München telefonieren muss dasselbe kosten wie von Linz nach Wien. Es gibt keine technische Rechtfertigung, dass das teurer sein soll. Es ist auch nicht mehr zeitgemäß", so der ÖVP-Politiker.
"Ich freue mich das der Zug zur Abschaffung dieser altmodischen Auslandszuschläge jetzt ins Rollen kommt", so der ÖVP-Politiker. Die heutige Abstimmung ist das erste Mal, dass ein Parlamentsgremium über diese Frage abstimmt. Danach müssen noch der Industrieausschuss und das Plenum des Parlaments zustimmen.

Es sei nicht die EU, sondern die Mitgliedstaaten, die bisher bei dem Thema "auf der Bremse stehen", erklärt Rübig. "Damit die Menschen und Unternehmen in Europa von der Digitalisierung wirklich profitieren, brauchen wir den digitalen Binnenmarkt mit europaweiten Wettbewerb und effizienten Netzen", so der Europaabgeordnete.

Rübig hatte im vergangenen Jahr bereits gemeinsam mit der ehemaligen EU-Kommissarin Viviane Reding eine parlamentarische Anfrage zu grenzüberschreitenden Telefonaten an die EU-Kommission gestellt (http://bit.ly/2cPhb2x). In der Anfrage fordern die Abgeordneten eine Beschränkung der "missbräuchlich erhobenen Gebühren für grenzüberschreitende Anrufe und SMS ins EU-Ausland".

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