Rübig an USA: "Offener, fairer Handel statt Strafzölle"

Importzölle einseitig reduzieren. Für offenen, fairen Handel und noch wettbewerbsfähigere europäische Unternehmen.

Brüssel, 1. Mai 2018 (ÖVP-PD) "Europa darf sich nicht am protektionistischen Spiel der US-Regierung beteiligen. Wir stehen für offenen, fairen Handel und wollen dass unsere Unternehmen noch wettbewerbsfähiger werden und ihre Exporte ausbauen", sagt Paul Rübig, der die ÖVP im Handelsausschuss des Europaparlaments vertritt, nach der Verschiebung der US-Strafzölle um weitere 30 Tage. "Ein Wettlauf der Strafzölle bringt niemandem etwas."

"Wir sollten daher einseitig die Importzölle dort reduzieren, wo die US-Zollmaßnahmen ihre Wirkung entfalten, um so die Weiterverarbeitung in europäischen Betrieben aktiv zu unterstützen", schlägt Rübig vor. "Damit werden die Produktionskosten niedriger, die europäischen Unternehmen können zu besseren Preisen anbieten, davon profitieren Konsumenten in Europa und in Exportdestinationen überall sonst auf der Welt."

"Sollten die USA beim Zollabbau nicht mitziehen wollen und in 30 Tagen tatsächlich Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte verhängen, so schaden sie nicht nur europäischen Produzenten sondern vor allem auch der US-amerikanischen verarbeitenden Industrie. Denn für die sind diese wichtigen Vorprodukte unbedingt nötig und durch die Zölle werden sie deutlich teurer", so Rübig. "Europäische Unternehmen, die von den Strafzöllen betroffen wären, sollten vorübergehend bei der Körperschaftssteuer entlastet werden. Eine Reduktion des Steuersatzes um etwa 50 Prozent in jenen Jahren, in denen die Zölle gelten, erscheint zielführend."

"Fixe Ausfuhrquoten für Stahlprodukte in die USA sind dagegen weder sinnvoll noch praktikabel. Und Vergeltungsmaßnahmen im Sinne von eigenen Strafzöllen für Importe aus den USA können höchstens bei Produkten für den Konsum wirksam sein", sagt Rübig. "Denn Konsumenten sind in Europa nicht wirklich auf US-Produkte angewiesen. Werden sie teurer kann man meist einfach europäischen Ersatz finden – was wiederum europäischen Herstellern zu Gute kommt."

"Wichtig ist, dass Europa konsequent weiter faire und für beide Seiten profitable Handelsabkommen mit Partnern überall auf der Welt ausarbeitet wie zuletzt mit Kanada, Japan und Mexiko. Gleichzeitig soll sich die EU auch weiterhin für eine allgemeine Senkung der Zölle auf WTO-Ebene einsetzen, um so globale Handelskriege schon im Ansatz zu verhindern", mahnt Rübig. "Denn der Handel ist gerade für eine Exportnation wie Österreich der Schlüssel zu mehr Wirtschaftswachstum und Jobs. Wer sich partout gegen faire Handelsabkommen sträubt, der sägt an dem Ast an dem unser Wohlstand blüht."

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