Rübig: Preise für Handygespräche, SMS und Datenroaming sinken

Utl.: Europaparlament erzielt nächsten großen Erfolg im Interesse der Menschen

Straßburg, 24. März 2009 (ÖVP-PD) Die Preise für Handygespräche im Ausland werden bis 2012 weiter sinken. Gleichzeitig werden Obergrenzen für SMS-Kosten festgelegt, für das Datenroaming werden Höchstkosten für den Großhandel und spezifische Transparenzmaßnahmen für Verbraucher gelten. "Das Europäische Parlament hat in der heutigen abschließenden Verhandlung mit Rat und Kommission ein gutes Ergebnis für alle Konsumenten gesichert", freut sich der Chefverhandler des Europäischen Parlaments für die Roaming I-Verordnung, ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Paul Rübig. "Die Europäische Volkspartei hat alle ihre Prioritäten durchsetzen können. Handytelefonie im Ausland, SMS und Datenroaming werden billiger, gleichzeitig schützen wir unsere Telekomindustrie in der aktuellen Wirtschaftskrise", freut sich Rübig. ****

 Auf Vorschlag der EU-Kommission wird die seit zwei Jahren geltende Roaming-Verordnung, mit der erstmals die Gesprächskosten für Handytelefonate im EU-Ausland geregelt wurden, verlängert. Gleichzeitig sorgt die EU für mehr Fairness in der Preisgestaltung für SMS und Datenroaming. In der heutigen Verhandlung zwischen dem Europaparlament sowie Rat und Kommission konnten folgende Ergebnisse erzielt werden: Beim Sprachroaming sinken ab dem 1. Juli 2009 die Kosten auf Großhandelsebene auf 26 Cent pro Minute, für die Verbraucher sinken die Gesprächskosten damit auf 43 Cent für Aktiv- und 19 Cent für Passivgespräche. Mit dem 1. Juli 2010 sinken die Großhandelspreise auf maximal 22 Cent, die Verbraucherpreise auf 39 bzw. 15 Cent pro Minute. "Mit dem 1. Juli 2011 werden die Gesprächskosten dann mit 18 Cent für den Großhandel sowie 35 bzw. 11 Cent für die Verbraucherebene begrenzt", so Rübig.

 Zufrieden ist der ÖVP-Telekomexperte auch mit dem erzielten Kompromiss zur sekundengenauen Gesprächsabrechnung. "Auf Großhandelsebene sollen die Gespräche künftig ab der 30. Sekunde sekundengenau abgerechnet werden. Für Verbraucher gilt bei aktiven Gesprächen ebenfalls eine sekundengenaue Taktung ab der ersten halben Minute, für angenommene Roaminggespräche jedoch bereits ab der ersten Gesprächssekunde. Das macht die Kosten für die Verbraucher genauer überprüfbar, gleichzeitig schützen wir dadurch unsere Telekomindustrie", meinte Rübig.

 Kurzmitteilungen werden ab dem 1. Juli 2009 auf Großhandelsebene mit maximal 4 Cent verrechnet, Verbraucher müssen ab dem selben Zeitpunkt nicht mehr als 11 Cent für ein im EU-Ausland versandtes SMS zahlen. Das Europaparlament einigte sich auch auf eine neue Kostenstruktur für das Datenroaming. "Die Unternehmen dürfen untereinander ab dem 1. Juli 2009 nicht mehr als einen Euro pro Megabyte verrechnen, dieser Maximalpreis sinkt im Jahr darauf auf 80 Cent und ab dem 1. Juli 2011 auf 50 Cent pro MB. Für die Verbraucherebene werden keine Maximalpreise festgelegt, die Verbraucher erhalten aber ein breites Set an Transparenz- und Informationsmaßnahmen, mit denen sie ihren Verbrauch und die damit verbundenen Kosten klar im Blick behalten können", so Rübig. "In Summe haben wir ein sehr gutes Ergebnis im Interesse der Bürger erzielt. Rechtzeitig zu den Sommerferien wird Handytelefonieren im Ausland damit für alle erneut günstiger, günstigere Preise für SMS und Datenroaming folgen in Kürze - ein klarer europäischer Mehrwert für die Menschen - ohne Überbelastung unserer Industrie in Zeiten der Krise", so Rübig abschließend.

 

Rückfragen:

Dr. Paul Rübig MEP, Tel.: +33-3-8817-5749 (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

oder

Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21 (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

 

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