Rübig begrüßt Vorschlag der Kommission zur SMS-Regulierung

Utl.: Weitere Maßnahmen beim Datenroaming notwendig


Brüssel, 15. Juli 2008 (ÖVP-PD) Ausdrücklich begrüßt hat heute der ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Paul Rübig die Initiative der EU-Kommission, die Kosten für SMS-Roamingdienste europaweit absenken zu wollen. "Jährlich werden in ganz Europa 200 Milliarden SMS versendet, davon 2,5 Milliarden über nationale Grenzen hinweg. Die Kosten für ein SMS aus dem Ausland sind jedoch um vieles höher als ein SMS im heimischen Netz. Österreichische Konsumenten zahlen für ein SMS bis zu 36 Cent aus dem Ausland, während sie zu Hause nur 19 Cent bezahlen. Es kann aber nicht sein, dass die Roaming Gebühren für Telefonie, SMS und Datendownload während des Urlaubs in Europa beispielsweise die Flug- und Hotelkosten übersteigen", betonte Rübig. "Wir haben die Kosten für Sprachroaming bereits erfolgreich absenken können. In diesem Sommer tritt die zweite Stufe der Absenkung in Kraft. Das muss jetzt auch bei SMS und Datenroaming passieren. Europaparlament und Kommission werden erneut Hand in Hand arbeiten, um für die Konsumenten spürbare Erleichterungen zu erzielen", so Rübig, der bei der ersten Roamingverordnung als Chefverhandler des Europaparlaments diesen Erfolg durchsetzen konnte. ****

 EU-Kommissarin Viviane Reding hatte alle Telekom-Betreiber vor einiger Zeit aufgefordert, freiwillig preissenkende Maßnahmen bei Daten-Roaming und Textmitteilungen zu ergreifen. "Bis zum 1. Juli hätten die Telekomunternehmen ihre SMS-Kosten auf 12 Cent pro SMS senken sollen. Nur wenige Unternehmen sind diesem Aufruf zur freiwilligen Selbstregulierung aber gefolgt. So wie Reding begrüße auch ich Maßnahmen eines großen österreichischen Telekomunternehmens Roaming-SMS für 10 Cent anzubieten. Die Initiative Redings, jetzt mit einem Verordnungsvorschlag handeln zu wollen, unterstützt damit sowohl diese Unternehmen, die im Interesse der Konsumenten bereits tätig geworden sind, als auch die Bürger selbst, die schon im kommenden Jahr von geringeren Preisen für SMS und Datenroaming profitieren sollen", so Rübig.

 Rübig betonte, dass eine Senkung der Roaminggebühren für grenzüberschreitende Datenkommunikation vor allem auch kleineren Unternehmen und Einpersonenunternehmern besonders helfen würde. "Wir wollen den EU-Binnenmarkt als Heimatmarkt für unsere KMU etablieren. Wenn die Kommunikationskosten aber gerade beim Datenroaming explodieren, wenn und weil man mit seiner Firma und seinen Geschäftspartnern auch bei Geschäftsreisen im EU-Ausland Kontakt halten will, dann ist das kontraproduktiv. Hier müssen und können wir eingreifen", betonte der ÖVP-Europaparlamentarier. "Derzeit haben wir auf Grund mangelnder Transparenz ein hohes Kostenrisiko. Der Kunde kann im Vorfeld schwer abschätzen, wie groß sein Datenvolumen beim Up- oder Download ist und wie viel er dafür bezahlen muss. Hier muss die Preisgestaltung transparenter und die Angebote vergleichbarer werden, um einen Rechnungsschock zu vermeiden. Das käme Privatkunden und Unternehmen gleichermaßen zugute", sagte Rübig abschließend.

Rückfragen:

Dr. Paul Rübig MEP, Tel.: +32-2-284-5749 (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

oder

Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21 (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Additional information