Rübig: "Türen Europas für Jungunternehmer aufstoßen"
Utl.: Rübig will mehr weibliche Teilnehmerinnen am EU-Austauschprogramm "Erasmus für Jungunternehmer"
Wien, 16. März 2012 (ÖVP-PD) "Oft fehlt jungen oder angehenden Unternehmern einfach nur die entscheidende Vernetzung oder ein internationaler Anknüpfungspunkt, um richtig durchzustarten. Die bisherigen Erfahrungen mit dem 'Erasmus für Jungunternehmer'-Programm zeigen, dass genau dies dabei passiert. Wir müssen noch mehr tun, um die Türen Europas für Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer aufzustoßen", so Paul Rübig, Industrie- und Forschungssprecher der ÖVP im Europäischen Parlament heute bei einer Pressekonferenz in Wien.
Besonders Frauen sollten verstärkt an dem Programm teilnehmen. Er fordert eine "massive Aufstockung" des Programms, in dessen Rahmen heute die Ausschreibung weiterer Vermittlungsstellen in Österreich beginnt.
Das EU-Programm "Erasmus für Jungunternehmer" bietet Unternehmensgründern die Möglichkeit, bei einem erfahrenen Gastunternehmer in einem anderen EU-Land das Handwerkszeug für einen erfolgreichen Start zu lernen. Bei dem Auslandsaufenthalt, der ein bis sechs Monate dauert, arbeitet der Jungunternehmer gemeinsam mit dem Gastunternehmer an konkreten Firmenprojekten und lernt unternehmerisches Handeln in der Praxis. "Auch der Gastunternehmer erhält dabei Zugang zum innovativen Geist des Jungunternehmers und zu Kenntnissen und Kontakten zu anderen Märkten", erklärt Christian Weinberger von der zuständigen Generaldirektion Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission. Das Programm sei ein konkretes Beispiel dafür, wie die EU jedem Bürger persönlich zusätzliche Möglichkeiten eröffne, so Weinberger.
Der Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft Österreich, Markus Roth, berichtete von den positiven Erfahrungen österreichischer Teilnehmer mit dem Programm: "Die jungen Unternehmer gehen voller Energie zu ihrem Gastunternehmer ins Ausland und kommen mit wertvollen Erfahrungen zurück. Das ist unbezahlbares Wissen für die Gründungsphase. So etwas kann man sich nicht kaufen, das muss man erlebt haben." Die Wirtschaftskammer Österreich werde das Programm in Österreich mit vollem Einsatz weiterführen, so Roth.
Seit Beginn der Initiative im Jahr 2009 haben über 1400 Unternehmer an dem Programm teilgenommen. 99 Prozent der Jungunternehmer haben bereits ihre Firma gegründet oder stehen kurz davor. Knapp 60 Prozent der Gastunternehmer haben vor, auf einem Auslandsmarkt aktiv zu werden und mehr als 75 Prozent wollen die Anregungen der Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer nutzen um in ihrer eigenen Firma Produkte und Strategien zu verbessern. Knapp 2000 Unternehmer sind aktuell für eine Teilnahme vorgemerkt.
Die Auswahl und die Partnersuche werden von regionalen Vermittlungsstellen im Auftrag der EU durchgeführt. Das sind in der Regel Kammern, Regionalentwicklungsagenturen, Gründerzentren, Unternehmensanlaufstellen bei Universitäten und ähnliche. Im Moment läuft eine europaweite Ausschreibung, bei der weitere Vermittlungsstellen gesucht werden. "Im Europäischen Parlament werde ich bei den laufenden Budgetverhandlungen für 2013 dafür kämpfen, dass dieses Programm ausgebaut werden kann und Mittel aus dem Globalisierungsfonds dafür umgeschichtet werden, um auch den Verlierern des globalen Wettbewerbs unter den kleinen und mittleren Unternehmen neue Chancen zu eröffnen", so Rübig abschließend.
Rückfragen:
Dr. Paul Rübig, MEP, Tel.: +32-2-284-5749 (
This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
)
Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784 (
This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
)
- Details
- Veröffentlicht am Freitag, 16. März 2012 09:43
- Zugriffe: 571

.jpg)
