EU-Politiker wollen sehr gut zuhören - OÖN

STEYR. Rettungsschirme müssen aufgespannt werden, um EU-Staaten wie Griechenland in der Schuldenkrise nicht im Regen stehen zu lassen: An aktuellen Bezügen, Ängsten und Hoffnungen wird es nicht fehlen, wenn das Bürgerforum des Europäischen Parlaments am Freitag zu einer „öffentlichen EU-Diskussion“ um 18 Uhr in den Reithoffer-Saal einlädt.
Vier EU-Parlamentarier wollen den Beweis für Volksverbundenheit erbringen und ohne Tabus den Fragen der Bürger Rede und Antwort stehen. Am Podium nimmt Martin Ehrenhauser Platz, der auf der Liste Martin ins Brüsseler Parlament gewählt wurde und nach dem Bruch mit seinem Listenchef nunmehr fraktionsfreier Mandatar ist. Paul Rübig (VP) ist ein bereits sehr erfahrener EU-Parlamentarier, der neben dem Neuzugang in Brüssel, Josef Weidenholzer (SP), sitzen wird. Das Quartett der Diskutanten macht Wolfgang Pirklhuber von den Grünen komplett, der Landwirt aus der Region wird als Nationalrat über die EU-Politik seiner Partei sprechen.

Georg Pfeifer, Leiter des Informationsbüros des Europäischen Parlaments in Österreich, legt Wert darauf, dass sich niemand ein Blatt vor den Mund nimmt. Bei den „öffentlichen EU-Diskussionen“ will man weder Schönfärben noch Schwarzmalen, sondern Chancen und Risiken in der europäischen Gemeinschaft beim Namen nennen. Gemeinsam mit Pfeifer wird Bürgermeister Gerald Hackl die Einleitung des Diskussionsabends übernehmen, der bei freiem Eintritt stattfindet. Die Moderation der Diskussion mit den Abgeordneten liegt in journalistischer Hand der OÖNachrichten. Ganz bewusst soll der Abend nicht als Werbeveranstaltung angelegt werden, sondern als eine ehrliche und offene Auseinandersetzung unter EU-Bürgern.

 

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