EU-Parlamentarier geben zu, dass Brüssel eine Baustelle ist - OÖN
STEYR. Vorerst muss die EU als Feuerwehr gegen die Wirtschaftskrise ausrücken und einen Flächenbrand verhindern. Dann aber müssen auch weitere Reformen in Brüssel her, war der Tenor eines EU-Bürgerforums in Steyr.
Beim „EU-Bürgerforum“ sollte weniger die Werbetrommel gerührt als zugehört werden: Die EU-Parlamentarier Paul Rübig (VP), Josef Weidenholzer (SP) und Martin Ehrenhauser (fraktionsfrei) sowie Nationalrat Wolfgang Pirklhuber (Grüne) nahmen sich einen Abend im Reithoffer-Saal Zeit für Publikumsfragen. Einer Meinung waren sich die EU-Politiker am Podium, dass das jetzige Wirtschaftssystem mit seinen Schieflagen bei den Einkommen nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann. Auch die EU selbst müsse sich weiter reformieren: Einerseits bedürfe es bei dem Heer an Lobbyisten, das dem Beamtenstab in Brüssel gegenübersteht, noch mehr Transparenz, wer in wessen Auftrag die Gesetzgebung zu beeinflussen trachte. Andererseits müsse auch das EU-Parlament noch mehr Befugnisse bekommen. „Hier nämlich gibt es keine fixen Mehrheiten und Koalitionen, hier zählen Argumente“, schilderten die EU-Parlamentarier ihren Arbeitsalltag.
Ängste um den Euro nahmen die Vertreter am Podium ernst. Rufen nach einem Austritt aus der EU trat Bürgermeister Gerald Hackl (SP) entgegen: „Die Industrie wäre nicht mehr in Steyr, wäre Österreich nicht EU-Mitglied. Das wäre verheerend für die Arbeitsplätze.“
Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/steyr/art68,809211
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- Veröffentlicht am Dienstag, 31. Januar 2012 11:05
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