Steyrer kritisch gegenüber der EU - Tips

STEYR. Bürgermeister Gerald Hackl ist überzeugt, dass Großkonzerne ohne EU nicht mehr in Steyr produzieren würden. Die Bevölkerung steht der Europäischen Union dennoch kritisch gegenüber.

Im Vorfeld des EU-Bürgerforums war das Lokalfernsehen RTV auf Stimmenfang in Steyr. Die Kommentare vielen überwiegend negativ aus. So wurde die EU als „einfallslos" oder „Geldvernichtungsmaschine" bezeichnet. Auch Unternehmer Robert Hartlauer wurde am Stadtplatz befragt. Er plädierte für die Eigenständigkeit der Länder und äußerte seine Angst, dass die EU vom Staatenbund zum Bundesstaat wird. „Die Länder sollten politisch eigenständig bleiben", sagt Hartlauer. Von der Möglichkeit im Reithoffersaal direkt mit den EU-Parlarmentariern zu diskutieren, machten nur wenige Steyrer Gebrauch. Rund 50 Gästen hatten sich eingefunden.

Diskutiert wurde vorrangig über die Finanzkrise und deren Auswirkungen, aber auch über die Möglichkeiten des Europäischen Parlamentes, mehr direkte Bürgebeteiligung oder Soziaplpolitik auf europäischer Ebene.

Paul Rübig (ÖVP), Absolvent der Steyrer HTL und langgedienter EU-Politiker berichtete wie seine Kollegen von einem konstruktiven Arbeitsklima im Europäischen Parlament. „Die Zukunftsprognose für Europa ist für mich positiv. Ich sehe auch keine Bedrohung des Euro.

EU-Parlament: Das EU-Parlament mit Sitz in Straßburg (Frankreich) besteht aus 754 Abgeordneten aus 27 Ländern. 19 davon kommen aus Österreich. In Steyr stellten sich Martin Ehrenhauser (fraktionslos), Paul Rübig (ÖVP), Josef Weidenholzer (SPÖ) sowie Nationalrat Wolfgang Pirklhuber (Grüne) den Fragen der Bürger.

Quelle: Tips.at

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