Neue Anreize für Marktwirtschaft - Neues Volksblatt


Konsumenten wollen mehr Verantwortung — Schneider präsentiert Studie


Die Marktwirtschaft stand gestern im Mittelpunkt der Vorstellung einer neuen Studie, die Universitätsprofessor Friedrich Schneider von der Johannes-Kepler-Universität (JKU) in Linz im Auftrag des Institus Wirtschaftsstandort (IWS) OÖ im Mozarthaus der Wirtschaft präsentierte. IWS-Vizepräsident Leonhard Helbich-Poschacher betonte , dass sich der Charakter der Marktwirtschaft in den vergangenen Jahren verändert habe und man daher einen genaueren Blick darauf werfen wollte. Auch Europa-Abgeordneter Paul Rübig nahm an der Präsentation teil. Er betonte, dass die Europäische Union das „weltweit einzige Projekt einer Staatengemeinschaft“ sei, „welches auf den Grundwerten Frieden, Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft“ basiere. Rübig betonte, dass in der momentanen Situation Europas Liquiditätsspritzen, wie sie beispielsweise der Euro-Rettungsschirm gebe, angebracht seien, danach müsse aber der Gedanke des Wiederaufbaus vorherrschen. Es sei nicht Ziel, Europa arm zu machen. Man müsse neue Anreize bieten, damit Menschen wieder bereit seien, Unternehmen zu führen. Deshalb sei auch die Besteuerung von Leistung und Arbeit problematisch. Er lobte die oö. Politik, die immer wieder internationale Brücken baue und weltweit wirtschaftliche Kontakte knüpfe.

Schneider betonte, dass der Weg in der Marktwirtschaft wieder zu mehr Eigenverantwortlichkeit der Kunden gehen müsse. Man müsse sich die skandinavischen Länder zum Vorbild nehmen, die viel weniger Marktregulatoren verwenden würden, wirtschaftlich aber sehr gut dastünden. Bestrafung sei der falsche Weg, die Kunden zu beeinflussen und zu Konsum zu animieren.

 

Quelle: Neues Volksblatt

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