Oö. Erfolg: Europäer telefonieren günstiger
Vor fünf Jahren startete Welser EU-Abg. Paul Rübig Kampf gegen horrende Roaming-Tarife — Morgen wird's zum dritten Mal billiger
Von C. Haubner
Es ist ein europaweiter Erfolg „made in OÖ“: Morgen wird Handy-Telefonieren und Internet-Surfen im europäischen Ausland einmal mehr günstiger. „Denn morgen tritt die dritte Roaming-Verordnung in Kraft“, kündigt der Welser EU-Abg. Paul Rübig im VOLKSBLATT-Gespräch an.
Böse Urlaubsüberraschungen in Form von Handy-Rechnungen, die tausende Euro betragen, werden damit weiter zurückgedrängt. Zu verdanken ist dies dem EU-Mandatar aus Wels. Genau vor fünf Jahren ist auf seine Initiative die erste Roaming-Verordnung mit Obergrenzen für Gesprächstelefonie in Kraft getreten. Seitdem hat Rübig weitere schrittweise Senkungen durchgesetzt, gegen teils erbitterten Widerstand der Telekom-Konzerne. „Es gibt aber keine sachliche Begründung, warum ich für dieselbe Leistung den tausendfachen Preis bezahlen soll, bloß weil ich mich über eine Staatsgrenze bewege“, erklärt Rübig seine Motivation: Dies widerspreche auch dem Gedanken der EU.
Preise sinken um mehr als 91 Prozent
Zugute kommt das Handy-Telefonierern in ganz Europa. Vor der ersten Roaming-Verordnung waren für aktive Gespräche — wenn man also im Ausland selbst angerufen hat — im Schnitt pro Minute 1,15 Euro fällig, im Einzelfall um ein Vielfaches mehr. Für eingehende Gespräche war derselbe Betrag zu bezahlen. Ein SMS zu senden schlug mit 0,75 Euro zu Buche. Ab morgen betrage die Obergrenze für aktive Gespräche maximal 0,29 Euro und sinke sukzessive auf 0,19 Euro bis zum Juli 2014, kündigt Rübig an. Die Kosten für passive Gespräche werden von 0,08 auf 0,05 Euro pro Minute limitiert, für SMS-Versand sinke die Obergrenze von 0,09 auf 0,06 Euro. Im Falle der passiven Gespräche bedeutet dies eine Ersparnis von 91 Prozent.
Zudem wird für den Internet-Datentransfer, für den es bisher keine Limits gab, eine Obergrenze von 50 Cent pro Megabyte bis 2014 eingeführt. Generell müssen Handy-Anbieter per SMS warnen, wenn Roaming-Kosten die Grenze von 60 Euro überschreiten.
Ein Ende der Vergünstigungen ist nicht absehbar: „Wir werden uns im Sinne der Bürger weiter für mehr Wettbewerb einsetzen“, so Rübig.
Quelle: http://www.volksblatt.at/index.php?id=96065&MP=61-9396

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- Veröffentlicht am Dienstag, 03. Juli 2012 07:33
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